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Boris Liješević

Regisseur (Serbien)

Er studierte an der Abteilung für Serbische Sprache und Literatur an der Filozofski Fakultet in Novi Sad. Das Regiestudium absolvierte er an der Kunstakademie in Novi Sad, wo er heute die Schauspielabteilung leitet. Er ist dreifacher Stipendiat des Goethe Instituts in Belgrad sowie
Mitarbeiter des Zagreber Schauspielstudios, wo er sich mit der Strassberg-Methode befasst. Der Anfang seiner Berufskarriere ist von der Zusammenarbeit mit serbischen Nachwuchsautoren aus der jüngeren und mittleren Generation geprägt, aus welcher Dramenstücke hervorgegangen sind, wie: Beograd London (Fedor Šili), Dragi tata (Minja Bogavac), Zverinjak (Dušan Spasojević), Projekcija (Miloš  Jakovljević). Im Anschluss darauf sucht er seinen künstlerischen Ausdruck in Stücken zeitgenössischer regionaler und europäischer Autoren: Prisustvo (David Harrower), Osvrni se u gnevu! (John Osborne), Osećaj brade (Ksenija Dragunska), Bella figura (Yasmina Reza), Pijani (Ivan Viripajev) … Aufgrund der Aufzeichnungen von Themengesprächen mit anonymen Gesprächspartnern, die ihre authentischen
Erfahrungen schildern, entstehen Stücke wie: Čekaonica, Plodni dani, Povodom Galeba, Očevi su grad(ili), Peti park. Die langfristig angelegte Arbeit am Text bzw. Arbeit am Material mit Schriftstellern prägt in den letzten Jahren seine Arbeit und bildet gleichzeitig die Grundlage seiner zukünftigen Arbeit im Probesaal und auf der Bühne. So entstehen Aufführungen aus den Stücken von Igor Štiks Elijahova stolica, Brašno u venama, von Fedor Šili Čarobnjak und von Damir Karakaš Noćna straža. Er wurde für seine Arbeit mit zahlreichen lokalen und regionalen Preisen geehrt, darunter mit dem Jovan-Sterija-Popović-Preis, erhielt die Preise des sarajewoer Magazins Dani – Hrabri novi svet,
sowie die Preise Mira Trailović, Ljubomir Muci Draškić, Bojan Stupica, Anđelko Štimac, Petar Kočić, Ardalion, Iskra kulture. Seine Regieleistungen wurden mit folgenden Preisen gekürt: Festival Barski ljetopis, Tvrđava teater in Čortanovci, Dani komedije in Jagodina,  Nušićevi dani, sowie mit jährlich dem Preis des Atelje 212 und der Theater Srpsko narodno pozorište und Jugoslovensko dramsko pozorište.