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Andraš Urban

Regisseur (Serbien)

Er studierte an der Kunstakademie in Novi Sad in der Klasse von Vlatko Gilić und führte Regie im Volkstheater in Subotica. In den 90er Jahren bricht er das Studium ab und kehrt nach Senta zurück. Sein Studium absolviert er 2000 in der Klasse von Bora Drašković. Nach
dem Studienabschluss wird er im Theater „Dežo Kostolanji“ in Subotica eingestellt und areitet heute noch dort als Leiter. Er gründet eine unabhängige Theatergruppe mit dem Arbeitstitel Ansambl Andraša Urbana und verwirklicht damit eine bedeutende internationale
Zusammnarbeit mit Theatertruppen ähnlicher, moderner Orientierung, vorrangig mit Theatern aus der Republik Ungarn. Er macht eine Studienreise nach Japan. Die große Bandbreite des Regisseurs Andraš Urban zeugt von der Vielfältigkeit seiner Interessen: Begonnen bei Gušter (1988), bis hin zu der Aufführung The Beach (2008), die nach den Motiven Des Fremden von Albert Camus entstand, verfolgen wir eine Theaterbiografie, der im modernen vojvodiner Theater fast keine ebenbürtig ist. Das Theaterpublikum zeigt großes Interesse für seine Adaptionen von Büchner (1992), Shakespaer (1992), Dukowski (2000) und Arrabal (2001). Auch wenn er neue Möglichkeiten des Theaters erkundet (Falling tree-work demonstration, 2002) oder zu den Werken einheimischer Kunstschaffenden (Tolnai 2003, Čat 2004) zurückkehrt, ist seine experimentierfreudige Vorgehensweise immer auf das Neuartige in der Ausdrucksweise, auf die Bewegung bzw. auf die Dynamik des Theaterspiels ausgerichtet. Im Vordergrund steht immer die Suche nach dem Kern des menschlichen Daseins, und die Fragen, die uns Urban stellt, übertreffen bei Weitem die alteingesessenen Stereotypen (Čekajući Godoa, 2005; Brecht The Hardcore Machine, 2007). Er wurde bei Festivals mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnet (Bitef, 1992, Festival alternativnog teatra Mađarske, 2003 und 2004, Sterijino pozorje 2011 und 2010, Infant 2008) aber es sollte vor Allem die renommierte Preisauszeichnung „Mari Jašai“ aus 2008 betont werden, die in Ungarn der wichtigste Preis für die Theaterkunst ist.