bsen

Ein Angebot, das nicht abgelehnt wird

9. december

Narodno pozorište, Mostar

Englisch

Man zwingt eine Prostituierte, einen Migranten falsch anzuzeigen: Wer handelt da unethisch? Das ausdrucksstarke Ensamble wird von Mina Pavlica und Miloš Lazić angeführt.

Darsteller: Mina Pavlica, Miloš Lazić, Dušan Vukašinović, Peđa Marjanović, Vukašin Ranđelović Szenen- und Kostümbildner: Maja Ivanović und Luna Šalamon Licht: Branislav Milinković und Nikola Marinkov Tongestalter: Rastko Ilić Produktion: Udruženje Otelotvorenje und East West Centar Sarajevo Textautor: Miljan Mandić Regie: Haris Pašović und das Ensemble

Ponuda koja se ne odbija ist ein Text von Miljan Mandić, in Regie von Haris Pašović und dem Ensemble. Die Handlung geschieht in einem Grenzstädchen in Serbien, in welches Mila Pavlović, eine Prostituierte aus Belgrad, anreist. In dem Zug wurde sie die Zeugin des Mordes an einem Migranten. Mächtige Beschützer des Mörders verfolgen Mila in der Absicht einer Vertuschung des Verbrechens. Es folgt eine ganze Reihe von fatalen Wenden in der Verbrechensspirale …

„Das Stück versucht zu entdecken, worin sich der Patriotismus der serbischen Gesellschaft, der unzählige Male der Xenophobie und dem Hass gegen andere diente, widerspiegelt; wie tief ist dieser Patriotismus in der serbischen Gesellschaft und in ihrem kollektiven Bewusstsein verwurzelt; wieviel reale Probleme haben eigentlich die Migranten aus dem Nahen Osten (die man wie eine Seuche, ein fatales Virus, oder wie etwas, was einer mittelalterlichen Pestpandemie ähnelt, behandelt); und wie gelingt es den Machthabern, alle ihre Fehler und Missstände mithilfe der Machtsysteme zu Gunsten eigener Interessen „auszubügeln“ und das der Öffentlichkeit und dem kleinen, einfachen Menschen (in diesem Fall den „Abtrünnigen“) als Kampf für das nationale Interesse darzustellen. Diese kleinen Menschen aber, mögen sie auch noch so fehlerhaft und abgeschottet sein, haben die Wahrheit auf ihrer Seite, und das ist die erste Voraussetzung für Gerechtigkeit. Sie verändert die Menschen und siegt.“

Miljan Mandić